Wirtschaftsförderung 2.0

Hintergrund: Wenn die Region wüsste, was sie weiß

Was weiß eine Wirtschaftsförderung, das Clustermanagement oder eine Industrie- und Handelskammer über die Veränderung von Bestandsunternehmen, Gründungen oder die Potentiale von Ansiedlungsunternehmen? Was würde passieren, wenn die Region oder die Stadt „wüsste, was sie weiß“? Wie kann man das Internet nutzen, um dieses Wissen automatisiert bereit zu stellen? Wie kann man das Wissen den Unternehmen vor Ort zugänglich machen?

Das Forschungsinstitut für Regional- und Wissensmanagement gGmbH, mit Sitz im nordrheinwestfälischen Sauerland, setzt intelligente Systeme für das Monitoring von Märkten und Regionen in die Praxis um. Wirtschaftsförderungen, regionale Innovationsnetzwerke und Cluster, Kammern sowie zahlreiche Unternehmen aus dem industriellen Mittelstand nutzen die Lösungen in Form eines webbasierten Cockpits. Seit 2015 arbeiten wir mit dem Labor für Wirtschaftsförderungssysteme an der Hochschule Harz zusammen. Hier geht es um die Zusammenführung von Lösungsanbietern und Wirtschaftsförderungseinrichtungen.

Etwas 80% des heutigen Datenwachstums besteht aus sogenannten unstrukturierten Daten, wie man sie im Internet findet. Aus Milliarden von Internetbewegungen werden über Filter die Informationen für Entscheider zusammengestellt und Online zur Verfügung gestellt. Ein Beispiel dafür finden Sie im Bereich „News aus der Szene„, in der rund 60.000 Meldungen aus dem Bereich Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing gesammelt wurde.

Welche typischen Anwendungen gibt es für das System?

  • Beobachtung von der Veränderungen von z.B. 400 Schlüssel-Bestandsunternehmen.
  • Standort-Suchmaschine über regionale Bestandsunternehmen, Forschungseinrichtungen, Technologiefelder, Einzelhandelsangebote,…
  • Beobachtung eines für die Region interessanten Technologiefeldes, um Trends und Ansiedlungspotentiale zu erkennen.
  • Social Media Monitoring: wo wird wie über meinen Standort „gesprochen“? Was bedeutet das für Themen wie Lebensqualität, Employer Branding, Tourismusmarketing usw.
  • Branchenstudie: welche Unternehmen arbeiten in einer bestimmten Branche, welche Online-Marktreichweite haben sie, wie ist der Stand der digitalen Transformation zur beurteilen?
  • Job & Employer Branding Anwendungen: Job-Suchmaschine, die automatisiert die Jobs, Karrierebeschreibungen, Kompetenzen der Unternehmen vor Ort sowie Arbeitgeberbewertungen zusammenfasst.

Wie arbeitet das System?

  • Das System besteht aus verschiedenen Softwaremodulen, die je nach Anforderung zusammengeführt werden.
  • Der Kunde erhält eine zugangsgeschützte Web-Seite, die von verschiedenen Personen genutzt werden kann.
  • Aus dieser Webanwendung können nach Vortests einzelne Module für die Öffentlichkeit oder geschlossene Unternehmensnetzwerke ausgekoppelt werden.

Welche drei Lieferformen gibt es?

  • Rohdaten in Form von Excel, die z.B. Adressdaten enthalten, die durch Webinforationen angereichert wurden.
  • Web-Studien, die in Form von pdf-, Power-Point oder Word-Formaten geliefert werden?
  • Webseiten in Kundendesign, die auf eigenen oder fremden Webadressen laufen können und zugangsgeschützt oder öffentlich zugänglich sein können.